Autor/-in:
Dörig Selina
Die Handpräferenz bei Kappengibbons
Eine Verhaltensbeobachtung im Zoo Zürich
Lea Bacilieri
Kantonsschule Zimmerberg
Verhaltensbiologie
Abstract
Diese Arbeit untersucht die Handpräferenz von vier Kappengibbons (Hylobates pileatus) im Zoo Zürich. Ziel der Untersuchung war es, festzustellen, ob die Individuen eine konsistente individuelle Handpräferenz zeigen und falls ja, ob sich diese je nach Verhalten unterscheiden und ob die vier Individuen eine gemeinsame Tendenz aufweisen. Für die Datenerhebung wurde ein Verhaltenskatalog mit folgenden acht Verhaltenselementen erstellt: «nach etwas greifen», «greifen durch xy», «Autogrooming», «halten von xy», «etwas fressen», «an xy halten», «Allogrooming» (soziale Körperpflege) und «etwas abreissen». Die Kategorie «an xy halten» wurde in zwei Unterkategorien unterteilt: «an xy halten ohne Nebenaktion» und «an xy halten (mit und ohne Nebenaktion)». Alle Verhaltenselemente wurden zur Kategorie «Gesamt» zusammengefasst. Eine zusätzliche Gruppe mit dem Namen «Aktiv» wurde gebildet, um gezielte Handnutzungen zusammenzufassen. Die statistische Auswertung mittels Binomialtest ( = 0,05) zeigte, dass drei Individuen (Willow, Laju, Lawa) überwiegend die rechte Hand nutzten, während das älteste Individuum der Gruppe (Khmer) eine linke Präferenz aufwies. Besonders in der Kategorie «Aktiv» waren die Tendenzen am deutlichsten ausgeprägt. Die
Ergebnisse verdeutlichen, dass Handpräferenzen bei Kappengibbons individuell, verhaltensabhängig und statistisch nachweisbar sind. Gleichzeitig weisen die Resultate auf methodische Einflussfaktoren und Bedarf weiterer Forschung hin, etwa zur räumlichen Struktur der Umgebung.
