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Autor/-in:

Reh Léa

Menstruationsbeschwerden und Endometriose bei Jugendlichen

Theoretische Grundlagen, Datenerhebung im Kanton Zürich und der Beginn eines Aufklärungsprojekts

Betreuer/-in:
Siamak Semsary
Schule:

Kantonsschule Hohe Promenade

Medizin
Meine Maturitätsarbeit hat mir nicht nur gezeigt, wie viel beim Thema Endometriose und Menstruationsgesundheit in unserer Gesellschaft und im Gesundheitssystem noch zu tun ist, sondern auch mein Interesse an der Medizin und am Ärztinnenberuf geweckt.
Abstract

Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die etwa jede zehnte menstruierende Person betrifft. Es handelt sich dabei um gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe ausserhalb der Gebärmutterhöhle, welches zu starken Schmerzen und erheblichen Einschränkungen im Alltag führen kann. Trotz ihrer Häufigkeit ist Endometriose insbesondere im Jugendalter noch wenig erforscht, und die durchschnittliche Zeitspanne zwischen Symptombeginn und Diagnose ist lang.

Diese Arbeit gibt basierend auf aktueller Literatur einen Überblick über wesentliche Aspekte der Endometriose mit einem Fokus auf Jugendlichen. Aufgrund der begrenzten Datenlage zu Menstruationsbeschwerden in dieser Altersgruppe wurde eine Umfrage im Kanton Zürich durchgeführt. Insgesamt wurden 807 Antworten erhoben, darunter 270 von Schülerinnen der Hohen Promenade. Der vollständige Datensatz wird im Verlauf des Jahres statistisch ausgewertet und gemeinsam mit dem Gynäkologen Prof. Dr. Patrick Imesch publiziert.

Die bisherigen Auswertungen zeigen, dass viele Jugendliche durch ihre Menstruation stark eingeschränkt sind und Symptome haben, die auf Endometriose hinweisen könnten. Gleichzeitig wurden nur wenige ärztliche Abklärungen deswegen durchgeführt. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung frühzeitiger Aufklärung und Sensibilisierung hinsichtlich starker Menstruationsbeschwerden und Endometriose, weswegen weiterführend mehrere Aufklärungsprojekte gestartet wurden.