Autor/-in:
Bucher Norina
Zwischen Dialektsterben und Dialektwandel
Eine Analyse der Mundart im Zürcher Unterland
Michèle Wenger
Kantonsschule Zürcher Unterland
Linguistik
Abstract
In dieser Arbeit wird der Dialektwortschatz im Zürcher Unterland untersucht, um Unterschiede im aktiven und passiven Wortschatz zwischen den Generationen sichtbar zu machen.
Zur Datenerhebung wurde eine Umfrage durchgeführt, bei der der aktive Wortschatz mithilfe von illustrierten Lückentexten und der passive Wortschatz durch die Einschätzung vorgegebener Begriffe zu den vorherigen Lücken erfasst wurde. Die Auswertung erfolgte nach einer Vereinheitlichung der Schreibweise über Microsoft Forms.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Dialekt im Zürcher Unterland insgesamt stabil ist, im Wortschatz jedoch Veränderungen aufweist. Alltagsnahe und früh erworbene Begriffe bleiben weitgehend erhalten, während abstraktere Wörter zunehmend durch standardsprachliche Varianten ersetzt werden. Zudem zeigt sich eine deutliche Differenz zwischen aktivem und passivem Wortschatz: Viele Wörter sind bekannt, werden jedoch kaum mehr aktiv verwendet. Besonders auffällig sind auch die Unterschiede zwischen den Generationen.
Insgesamt wird deutlich, dass der Dialekt nicht verschwindet, sondern sich kontinuierlich an gesellschaftliche Entwicklungen anpasst.
