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Autor/-in:

Brandl Emma

Der Einfluss von Memes auf die politische Meinungsbildung

Betreuer/-in:
Björn Grossrieder
Schule:

Freie Katholische Schule Zürich

Kommunikationswissenschaft
Durch meine Arbeit blicke ich kritischer auf Memes: Zwar wirken sie harmlos und humorvoll, doch bei näherem Hinsehen zeigen Memes ein politisches Einflusspotenzial, das ich wegen ihrer geringen Orientierung an Fakten durchaus als fragwürdig empfinde.
Abstract

Meinungen prägen unsere Gesellschaft – sie entscheiden in Wahlen und Abstimmungen darüber, wie unser Zusammenleben aussieht. Genau deshalb hat mich die Frage fasziniert, wie solche Meinungen überhaupt entstehen – und welche Rolle dabei ein scheinbar harmloses Internetphänomen wie Memes spielt. In meiner Arbeit prüfe ich die These, dass Memes die politische Meinungsbildung beeinflussen.

Meinungen entstehen durch individuelle Informationsverarbeitungsprozesse. Einfluss von aussen ist möglich, indem entweder gesteuert wird, welche Informationen wir wahrnehmen, oder wie wir sie verarbeiten. Ich identifiziere sieben allgemeine Einflussfaktoren, die genau an diesen Stellen ansetzen.

Memes definiere ich als digitale Informationseinheiten, die sich im Internet rasant verbreiten, ständig verändert werden und Merkmale wie Kürze, Emotionalität und Einfachheit aufweisen.

Diese Überlegungen verbinde ich in der Analyse von zwei Memes mit Nähe zur AfD, einer deutschen Partei. Der Vergleich mit den sieben Einflussfaktoren zeigt deutlich: Die Memes nutzen genau diese Mechanismen. Sie lösen gezielt Emotionen aus, vereinfachen komplexe Themen, verzerren die Realität und fördern polarisierendes Gruppendenken. Aspekte wie Wahrheit und Faktentreue treten dabei in den Hintergrund. 

Weil sich die identifizierten Einflussfaktoren klar wiederfinden, bestätigt sich die These für die beiden Memes.