Autor/-in:
Röllin Laina
Genitale Geschlechtsangleichung einer trans Frau
Zufriedenheit und Erleben dreier Patientinnen vor und nach der Operation
Matthias Matzinger
Kantonsschule Wiedikon
medizinpsychologie
Abstract
Als sich mir die Chance eröffnete, einer geschlechtsangleichenden Operation beizuwohnen, musste ich nicht lange überlegen. Ich interessierte mich sehr für die medizinische Technik der vaginoplastischen Operation, der Bildung einer Vagina und Vulva aus einem männlichen Genital. Aufgrund der Intimität und Aktualität der Trans-Thematik, wollte ich die Operation aber nicht rein technisch/medizinisch betrachten. Ich entschied mich, die subjektiven Erfahrungen von trans Frauen rund um deren genitale Geschlechtsangleichung festhalten. Nur so schien mir, konnte ich die Transidentität und die Transmedizin angemessen untersuchen. Diese Arbeit ist aufgrund der Subjektivität eine Reportage. Sie umfasst psychologische, soziale und medizinische Aspekte rund um die Operation. Drei Interviews, welche ich mit drei Patientinnen geführt habe, stellen die Grundlage der Arbeit dar. Zitate daraus werden mit medizinischem Fachwissen verbunden. Die trans Medizin hat sich in den letzten 30 Jahre immens verbessert und tut dies noch immer. Langzeitstudien gibt es erst sehr wenige. Da meine Reportage höchst subjektiv ist, lässt auch sie keine grossen, allgemeinen Schlüsse zu. Das Fazit ist also aus meiner Sicht als Journalistin geschrieben. Kurz: Ich dachte, ich treffe ein Thema, dabei traf ich eine Person. Die Arbeit lernte mich sehr viel Neues und verwies mich gleichzeitig auf altbekannte Grundwerte.
